Ernährung für Pitta-Typen

Das Agni nutzen

Normalerweise hat ein Pitta-Typ ein sehr gutes Verdauungsfeuer, welches sich durch starken Hunger und Durst, eine stabile Gesundheit und viel körperliche und sexuelle Energie bemerkbar macht.

Typische Pitta-Störungen

Wird das Pitta jedoch durch emotionale Anspannung oder Wut, große Hitze wie im Hochsommer und dem übermäßigen Genuss von Alkohol, Fleisch, Zucker und Auszugsmehl gestört, macht sich dies als erstes in einer schlechten Verwertung der Nahrung und einem ausgeprägten Vitalstoffmangel bemerkbar.
Menschen mit einer Pitta-Störung kämpfen dann mit Magenreizungen, Entzündungen, Sodbrennen, Hautunreinheiten, Durchfall und Kopfschmerzen. Ihr Stoffwechsel ist übersäuert, was häufiges Aufstoßen, Schwitzen und emotionale Reizbarkeit als Anzeichen für das innere Ungleichgewicht der Körpersäfte hervorbringt.

Lieber Süßes statt Saures

Um das Verdauungssystem wieder in seine alte Kraft zu führen, ist es nicht nur wichtig, alle säuernden Speisen zu vermeiden, sondern auch sein Essverhalten zu ändern. Gründliches Kauen und Einspeicheln von kleinen Mahlzeiten (der Magen sollte nicht mehr als zwei Drittel gefüllt sein) helfen neben vitalstoffreichen Speisen wie knackigem Gemüse, Salat und Rohkostsäften, um besonders die Verdauungssäfte zu verstärken. Alle sehr sauren Speisen wie Zitrusfrüchte, Ananas, Tomaten und scharfe Gewürze wie Chili, Meerrettich und Knoblauch reizen das Verdauungssystem noch mehr und sollten gemieden werden.

Das beste Mittel gegen Pitta-Störungen sind alle süßen und bitteren Gewürze wie Zimt, Koriander, Fenchel, Safran und Dill, kühles Quellwasser, frische Salate, herbe Kräuter und Ghee. Ghee wird das reine Butterfett genannt, und es ist ein wichtiges Heilmittel in der ayurvedischen Medizin. Sein delikater Geschmack verfeinert nicht nur alle Speisen, sondern es mindert auch zuviel Hitze, Säure und Nervosität im Körper.

Das Verdauungsfeuer besänftigen

Im Ayurveda ist häufig die Rede von Agni, dem Verdauungsfeuer. Dieses Verdauungsfeuer ist mit dem Pitta sehr nah verbunden und braucht von Menschen mit einem hohen Pitta-Anteil besondere Pflege. Mittags ist das Agni von Natur aus am stärksten und hier sollte nach den ayurvedischen Empfehlungen die Hauptmahlzeit gegessen werden. Durch die guten Verdauungssäfte können hier zwischen 12.00 und 13.00 Uhr schwere Speisen oder üppige Menüs besser verwertet werden, als zu einer anderen Tageszeit. Viele Pitta-Typen können ihr starkes Agni durch einen heftigen Appetit ab 11.00 Uhr mittags spüren, und sie werden leicht ungeduldig und reizbar, wenn sie auf ihre Mahlzeiten warten müssen.
Der Sitz des Agnis ist in der Leber, und die Ursache vieler Pitta-Beschwerden finden sich ebenfalls in diesem Bereich. Für einen guten Leberstoffwechsel werden im Ayurveda täglich der Saft einer halben Zitrone und Vitamin A-haltige Speisen wie z.B. Karotten, Grünkohl, Petersilie und Aprikosen empfohlen. Diese helfen auch bei unreiner Haut, Akne und Sehschwäche.

Pitta Frau

5 Tipps für die Pitta-Ernährung

  1. Iss mittags deine Hauptmahlzeit mit viel Rohkost oder Salat und vermeide alle sehr scharfen Speisen und Gewürze.

  2. Reduziere alle säuernden Getränke und Speisen wie Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Fleisch, Zucker und Weißmehl-Produkte.

  3. Verschaffe dir einen körperlichen Ausgleich gegen Stress und innere Anspannung mit Sport, Tanzen, Gartenarbeit oder anderer körperlicher Betätigung.

  4. Sei nicht zu anspruchsvoll und ehrgeizig mit dir selbst und anderen, sondern übe dich in Toleranz und Gleichmut.

  5. Singe täglich fröhliche und spirituelle Lieder.

Geeignete Lebensmittel für Pitta

Durch Ernährung zu mehr Balance

Früchte Apfel, Avocado, Kokosnuss, Feige, Melone, Birne, Pflaume, Granatapfel, Mango. Trockenobst ist zu vermeiden.
Gemüse Spargel, Kohl, Gurke, Blumenkohl, Sellerie, Brechbohnen, Salat, Erbsen, Petersilie, Kartoffeln, Zucchini, Sprossen, Kresse, Chicorée
Getreide Gerste, Hafer (gekocht), Basmati- oder weißer Reis
Hülsenfrüchte Alle Hülsenfrüchte, außer Linsen
Nüsse und Saaten keine, außer Sonnenblumen- und Kürbiskerne
Öle und Fette Ghee, Olivenöl
Gewürze nicht zu viel Gewürze, wenig Salz