Ayurveda für Tiere

Der Ursprung des Ayurveda

Ayurveda im veterinärmedizinischen Kontext

Ayurveda für Tiere basiert auf einem Jahrhunderte altem Erfahrungsschatz des alten Indiens.
Ayurveda bedeutet übersetzt „Wissen vom Leben“. Ayurveda ist das ethnoveterinäre Medizinsystem Indiens und kann im veterinärmedizinischen Kontext als Lehre für ein gesundes, glückliches und langes Leben für Tiere zusammengefasst werden. Es handelt sich hier nicht um eine Medizin, die ausschließlich auf der Gabe von Heilmitteln beruht, sondern viel mehr um eine Lebensführung die Gesundheit erhält und mentale und körperliche Stärke fördert, diese Grundzüge lassen sich wunderbar auf die Haltung und Fütterung von Tieren anwenden.

Wie ist Ayurveda entstanden?

Die Ayurveda-Heilkunde ist hier im Westen vor allem in der Humanmedizin bekannt geworden. Dabei wird Ayurveda in seinem Ursprungslang traditionell auch bei Tieren angewendet und das mit hohem Behandlungserfolg. Nach Erfahrungen und Überlieferungen Indiens, ist Ayurveda nach selben Grundprinzipien für Tiere anwendbar wie für Menschen und in Indien ein essentieller Bestandteil traditioneller Veterinärmedizin. Ayurveda hatte einen hohen Stellenwert in der Landwirtschaft und Viehzucht. Der Erfahrungsschatz begründete sich hier vor allem auf Beobachtung: Tiere zeigten den alten Ayurveda-Dorf-Heilern, welche Heilpflanzen sie aussuchten um sich selbst zu helfen. Tiere haben die Ayurveda-Medizin so stark bereichert.

Was beinhaltet ayurvedische Tiermedizin?

Ayurveda bietet vielfältige präventive als auch therapeutische Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit und Langlebigkeit unserer geliebten Tieren.
Es zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen und individualisierten Therapieansatz mit konstitutionsgerechter Ernährung und Tagesroutine, Futterzusätzen, Manualtherapie und Ausleitungsverfahren aus.

Ayurveda Pferd Theresa Rosenberg
Ayurveda Hund Theresa Rosenberg

Selbstheilungskräfte in der Ayurveda-Medizin

Das Grundprinzip der ayurvedischen Medizin basiert auf dem Anstreben eines gesunden Gleichgewichtes aller im Körper des Tieres manifestierten und durch äußere Einflüsse veränderlichen Eigenschaften (Doshas). Für jedes Organ und jeden Funktionskreis, für jedes Individuum wird ein jeweils spezifisches Verhältnis der Elementekräfte angestrebt um Gesundheit zu erhalten und Krankheit zu heilen.

Im Ayurveda wird eine Krankheit als Ausdruck einer funktionellen oder strukturellen Störung verstanden. Erhaltung und Förderung der Gesundheit (präventiv), als auch die Behandlung von Erkrankungen (Therapie) stehen im Mittelpunkt des gesamten ayurvedischen Heilsystems.
Gleichzeitig, oder gerade deshalb ist es Ziel, die Verdauung des Tieres zu stärken und Gifte zu eliminieren. Diese Maßnahmen könnten das Tier darin unterstützen, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und überschüssige Eigenschaften auszugleichen.

Agni - Verdauungsfeuer als Schlüssel

Eine besondere Rolle spielt auch Agni, das Verdauungsfeuer, da dies das Schwungrad der inneren Kräfte ist und damit essentiell für unsere Selbstheilungskraft ist. Die Nahrung, die unser Tier aufnimmt, Wettereinflüsse wie Kälte, Wind, Sonne und Regen, psychische Reize und Stress und vieles mehr beeinflussen unser Agni in seiner Kraft. Vereinfach gesagt: gerät unserer Agni durcheinander ist auch eine Dosha-Balancierung durch unser Agni nicht mehr möglich. Die Transportkanäle (Srotas) verstopfen und es entstehen Stoffwechselzwischenprodukte die sich im Körper ablagern. Alles in allem schwächen diese Komponenten die Tiergesundheit.
 

Ayurveda für Tiere • Tiergesundheit durch typgerechte Fütterung und Haltung

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