Ayurveda-Ernährungscoach
Dein fundierter Einstieg in die ayurvedische Ernährung. Erfahre wertvolle Impulse für deine eigene Konstition und begleite andere Menschen hin zu einer gesunden Lebensweise.
Der sommerliche Garten ist reich bestückt mit den herrlichsten Früchten. Saftige Erdbeeren, duftende Himbeeren, samtige Pfirsiche, leckere Kirschen und erfrischende Melonen reifen um die Wette und laden zu verführerischen Obstmahlzeiten ein. Doch nicht alle Sommerfrüchte sind für jeden Konstitutionstyp empfehlenswert und uneingeschränkt genießbar.
Frische Früchte zählen in Indien zu den Lieblingsspeisen der Götter. Sie versorgen den Körper mit Vitalstoffen, beleben den Geist und erfreuen die Seele. Um auch vom menschlichen Organismus gut verdaut zu werden, sollten einige Ernährungsregeln für den Sommer beachtet werden.
Rohe Früchte sollten stets reif geerntet und möglichst frisch verzehrt werden. Am besten verträglich sind sie, wenn sie alleine gegessen werden. Die optimale Zeit für eine Obstmahlzeit ist am Vormittag oder am frühen Nachmittag.
Süße Früchte, wie Banane, Mango, Trauben, Feigen oder Datteln sind besonders nährend, aufbauend und zellerneuernd. Sie erhöhen Kapha, reduzieren Vata und haben einen äußerst positiven Effekt auf das Immunsystem (ojas). Sehr gut können sie mit Mandeln oder Nüssen zusammen gegessen werden.
Saure Früchte, wie Beeren, Ananas oder Zitrusfrüchte sind zwar erfrischend, aber auch säuernd. Sie stärken Agni (deepana), erhöhen das Pitta und regulieren Vata. Wer zu Pitta-Störungen neigt, sollte sich von sauren Früchten lieber fern halten. Keinesfalls sollten sie mit fermentierten Milchprodukten, wie Joghurt, Quark oder Käse zusammen gegessen werden. Dies blockiert die Zirkulationskanäle (srotas) und belastet den Hautstoffwechsel (raktadushti).
Die Kombination von Milch und rohen Früchten ist im Ayurveda absolut tabu. Die Fruchtsäure kann nicht gemeinsam mit dem Milcheiweiß und -Fett verdaut werden. So entstehen unverdauliche Stoffwechselrückstände (ama), welche für viele Erkrankungen – wie Allergien, Asthma, rheumatische Beschwerden, Hauterkrankungen – mitverantwortlich ist. Also: Keine Milch in den Fruchtshake. Alternativ können Reismilch, Mandelmilch oder Kokosmilch verwendet werden
Die Mango ist die einzige Frucht, die auch mit Milch und Milchprodukten kombiniert werden darf. Ein Mangolassi oder ein Mangoquark ist also 100% Ayurveda.
Wer erst nach 9.00 Uhr frühstückt kann aus ayurvedischer Sicht auch etwas kaltes und ungekochtes zu sich nehmen. Optimal bei dieser heißen Jahreszeit ist ein Früchte-Mandel-Smoothie:
Zutaten
Zubereitung
Alle Zutaten zusammen in den Mixer geben und fein pürieren. Direkt im Anschluss verzehren. Alternativ können natürlich auch andere Früchte – am besten direkt aus dem Garten! – verwendet werden.
Artikel von Kerstin Rosenberg
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